Fasten im Frühjahr- reinigend & gesund

„Die Seele liebt in allen Dingen das rechte Maß. Genauso wie es dem Magen schaden würde, immer voll zu sein, so der Seele, wenn der Leib immer im Vergnügen lebte.“ Zitat der Hildegard von Bingen (1098-1179), Mystikerin, Äbtissin und Naturwissenschaftlerin

Obgleich wir wie im Schlaraffenland leben, sämtliche Speisen und Getränke jederzeit zur Verfügung haben, tut uns dieses Überangebot allem Anschein nicht gut. Bewegungsmangel und Überernährung führen zu einem rapiden Anstieg von Zivilisationskrankheiten. Bereits Kinder leiden an Übergewicht, Diabetes und Fettstoffwechselstörungen.

Im folgenden Beitrag lernen Sie einige Fastenmethoden kennen, die in einen Neustart zu einem gesünderen Lebensstil münden können.

Fasten als Heilmethode

Seit Jahrtausenden werden freiwillige Fastenperioden intuitiv zur Behandlung gesundheitlicher Probleme eingesetzt. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts begannen internationale Wissenschafter, Prozesse zu untersuchen, die beim Fasten entstehen. Zahlreiche russische klinische Studien blieben im Westen lange Zeit unbeachtet und werden erst jetzt übersetzt. Junge Wissenschafter in Los Angeles untersuchen die molekularbiologische Wirkung des Nahrungsverzichts. Sie bringen neue Erkenntnisse in der unterstützenden Therapie von Diabetes, Hypertonie und Adipositas und könnten bald breitere Anwendung finden.

Zu den bekanntesten Fastenkuren gehört die Methode nach Otto Buchinger, einem deutschen Arzt, der von 1878 bis 1966 lebte:
Nach zwei entlastenden Vorbereitungstagen beginnt man mit einem klassischen Einlauf und führt dem Körper mehrere Tage lang 200 bis 500 kcal in Form von Säften und Gemüsesuppen zu, begleitet von moderater Bewegung und Entspannungsübungen. Die abschließenden Aufbautage mit einer umfassenden Ernährungsschulung bereiten den Organismus auf feste Kost vor.

Weitere Varianten sind das Basenfasten, die F.X. Mayr Kur mit altbackenen Semmeln und Milch, Suppenfasten oder Nullfasten. Fastenkuren sollten immer erst nach dem O.K. Ihres Hausarztes und unter fachkundiger Anleitung durchgeführt werden. Auf keinen Fall auf Nahrung verzichten dürfen, Kinder, Schwangere, stillende Mütter, Diabetiker und Menschen, die an einer Essstörung leiden.

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Intervallfasten - neuer Hype oder altbewährt?

Wer kennt nicht das Sprichwort: „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann“?

Wird die letzte Tagesmahlzeit dann noch etwas früher eingenommen, ist mit Dinner Cancelling oder 16:8 eine oft 16stündige Essenspause erreicht. Bereits Hildegard von Bingen empfahl eine nüchterne Phase von 13 bis 17 Stunden. Nach vier Stunden Nahrungsentzug beginnt der Körper, schnell verfügbare Energiereserven abzubauen, die für weitere 4 bis 6 Stunden reichen. Sind diese aufgebraucht, wird der berühmte Fettspeicher angegriffen, parallel dazu startet die Autophagie, ein Prozess, für dessen Erforschung der japanische Zellbiologie Yoshinori Ohsumi 2016 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Autophagie setzt sich aus dem lateinischen Begriff „autos“ für selbst und dem griechischen „phagos“ für verdauen zusammen. In einem faszinierenden Recycling baut der Organismus Zellmüll ab, verpackt ihn in ein Lysosom und produziert daraus Nährstoffe oder andere Moleküle. Diesen Vorgang können wir durch mehrstündige Essenspausen leicht in Gang setzen.

Je nach persönlicher Lebenssituation lassen Sie entweder das Frühstück oder das Abendessen weg (Diabetiker und Migränepatienten sollten auf das Frühstück nicht verzichten, sondern auf die Abendmahlzeit).

Innerhalb der nächsten acht Stunden nehmen Sie zwei bis drei Mahlzeiten zu sich und achten dabei bestmöglich auf frische saisonale Produkte und selbst zubereitete Speisen.

Nach einigen Tagen der Umstellung wird Ihnen der neue Rhythmus leichtfallen, der Blutzucker befindet sich dann im grünen Bereich, Entzündungswerte sinken und Blutfette verbessern sich.

Ausgenommen von dieser Methode sind Schwangere, Stillende und Menschen, die an Essstörungen leiden. Nehmen Sie in der 16stündigen Essenspause ausreichend Wasser oder ungesüßtem Tee zu sich, um das Hungergefühl zu dämpfen und die Leber zu unterstützen, denn beim Abbau des Glykogenspeichers benötigt diese viel Flüssigkeit.

Welche Diät passt am besten?

Diäten existieren wie Sand am Meer, viele versprechen schnelle Erfolge und münden doch oft nur in einem höheren Gewicht. Ursprünglich wurde das griechische „diatia“ mit Lebensführung übersetzt, die moderne Diätetik beschäftigt sich mit der richtigen Lebens- und Ernährungsweise. Es gibt keine alleinige Fastenregel, die für alle Menschen Gültigkeit besitzt. Eine Hilfestellung, die für Sie richtige Ernährungsform herauszufinden, kann der Igevia Stoffwechseltest bieten. Die genetische Veranlagung variiert von Mensch zu Mensch und beeinflusst unseren Metabolismus.
Dieser DNA Test untersucht molekulargenetisch Ihre individuelle Stoffwechselleistung. 

Mittels eines Abstrichs der Mundschleimhaut, die Sie ganz leicht selbst durchführen und an ein deutsches Labor schicken, werden allein jene Gene analysiert, die für die Ermittlung des Stoffwechseltyps relevant sind. Ein detailliertes Ergebnis und ein 14tägiger Ernährungsplan verschaffen Ihnen einen guten Überblick und helfen, Übergewicht, Hungergefühl und Jo-Jo Effekt zu vermeiden.

Fasten vereint Körper und Seele, trägt zur Gesundheit bei und wirkt psychisch entlastend durch die Reduktion auf das Wesentliche.

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